Funktionstherapie
Knirscherschienen & CMD-Behandlung in Burgaltendorf
Zähneknirschen, Kieferschmerzen, Kopfschmerzen oder Verspannungen im Nackenbereich haben oft dieselbe Ursache: eine Fehlfunktion des Kiefergelenks. In unserer Praxis in Essen-Burgaltendorf diagnostizieren wir diese Beschwerden gezielt und versorgen Sie mit einer digital geplanten Aufbissschiene, die genau auf Ihr Gebiss abgestimmt ist.

Was ist CMD?
CMD steht für Craniomandibuläre Dysfunktion und beschreibt eine Fehlfunktion im Zusammenspiel von Kiefergelenk, Kaumuskulatur und Zähnen. Wenn diese Strukturen nicht harmonisch zusammenarbeiten, können Beschwerden auftreten, die auf den ersten Blick gar nicht mit den Zähnen in Verbindung gebracht werden.
Viele Betroffene haben einen langen Weg hinter sich, bevor die Ursache erkannt wird. Denn Symptome wie Kopfschmerzen, Ohrgeräusche oder Nackenverspannungen führen oft zuerst zum Hausarzt oder Orthopäden. Dabei liegt der Ursprung häufig im Kiefer.
Typische Beschwerden
Wenn Ihnen mehrere dieser Beschwerden bekannt vorkommen, kann eine Funktionsanalyse Klarheit bringen. Je früher die Ursache erkannt wird, desto besser lassen sich bleibende Schäden an den Zähnen und am Kiefergelenk vermeiden.
Diagnose und Behandlung

Digital geplant, individuell gefertigt
Wir arbeiten bei der Schienenherstellung vollständig digital. Der Vorteil gegenüber herkömmlich gefertigten Schienen: Die Passgenauigkeit ist höher, die Tragedauer bis zur Gewöhnung kürzer, und Anpassungen lassen sich einfacher vornehmen.
Die Schiene wird in der Regel nachts getragen. Sie verhindert, dass sich die Zahnreihen im Schlaf direkt berühren, und entlastet so die Kaumuskulatur und die Kiefergelenke. Bei vielen Patienten bessern sich die Beschwerden innerhalb weniger Wochen deutlich.
Kosten & Kasseninfo
Eine einfache Aufbissschiene zum Schutz der Zähne wird von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Voraussetzung ist eine zahnärztliche Verordnung, die wir nach der Untersuchung ausstellen.
Wenn eine weiterführende Funktionsanalyse oder eine speziell adjustierte Schiene notwendig ist, kann ein privater Eigenanteil entstehen. In diesem Fall besprechen wir die Kosten vorab mit Ihnen. Viele Zahnzusatzversicherungen beteiligen sich an den Kosten für Funktionsdiagnostik und hochwertige Schienen.
Häufige Fragen
Fragen zu CMD
Woher weiß ich, ob ich mit den Zähnen knirsche?
Viele Patienten knirschen nachts und bemerken es selbst nicht. Hinweise sind abgeschliffene Kauflächen, Risse im Zahnschmelz, morgendliche Kieferschmerzen oder Kopfschmerzen. Oft fällt es auch dem Partner auf. Bei der Routineuntersuchung erkennen wir Knirschen meist an den typischen Abriebspuren.
Muss ich die Schiene jede Nacht tragen?
Ja, die Schiene entfaltet ihre Wirkung nur bei regelmäßigem Tragen. In der Regel tragen Sie sie nachts. In stressigen Phasen kann es sinnvoll sein, die Schiene auch tagsüber zeitweise einzusetzen.
Wie lange dauert es, bis die Beschwerden besser werden?
Das ist unterschiedlich. Viele Patienten berichten schon nach wenigen Tagen von einer Entlastung, vor allem bei Kieferschmerzen und Verspannungen. Bis sich die Muskulatur vollständig entspannt hat, können einige Wochen vergehen.
Kann CMD auch ohne Schiene behandelt werden?
Die Schiene ist der wichtigste Baustein, aber nicht der einzige. Begleitend empfehlen wir häufig physiotherapeutische Übungen für die Kiefermuskulatur. In manchen Fällen ist auch eine Zusammenarbeit mit Physiotherapeuten oder Osteopathen sinnvoll.
Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?
Die einfache Knirscherschiene ist eine Kassenleistung. Für eine erweiterte Funktionsanalyse oder eine speziell adjustierte Schiene kann ein Eigenanteil anfallen, den wir vorher mit Ihnen besprechen.
Kann Zähneknirschen die Zähne dauerhaft schädigen?
Ja. Langfristiges Knirschen schleift den Zahnschmelz ab, kann zu Rissen und Frakturen führen und belastet das Kiefergelenk. Eine frühzeitige Behandlung schützt die Zahnsubstanz und beugt weiteren Schäden vor.